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Arbeitsprozessanalysen und Kompetenzbedarfe

Durch betriebliche Fallstudien, Experteninterviews (Facharbeiter, Management, Personalentwicklung) und teilnehmende Beobachtung erfolgten eine Analyse der Arbeitsprozesse und die Benennung der Kernarbeitsprozesse. Durch die Fallstudien wurden die betrieblichen Abläufe, Arbeitsorganisationen und bereits vorhandene Modelle der Kompetenzentwicklung und Weiterbildung dokumentiert. Für die Befragung wurden Interview- und Beobachtungsleitfäden erstellt. Die teilnehmende Beobachtung fokussierte die Durchführung von Arbeitsprozessen.

Durch die Analyse der Arbeitsprozesse wurden die den Arbeitsaufgaben immanenten Anforderungen erschlossen. Dabei erfolgt die Benennung vorhandener Kompetenzprofile im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Individuum und zwischen Anforderungs- und Entwicklungsorientierung. Besonderer Fokus wird auf die Bewältigung von Problemen, Umgang mit Schnittstellen und nichtplanbaren Arbeitsabläufen gelegt. Die empirische Erhebung hat für die beiden Anwendungsfelder gleichermaßen Hinweise für Kompetenzentwicklung auf fachlicher und überfachlicher (insbesondere: Team- und Konfliktfähigkeit und Selbst­management) Ebene geliefert. Die Kompetenzentwicklung kristallisiert sich um folgende Aufgabenfelder:

  • Schnittstellenproblematik (Produktion/Lagerung/Verschiffung)
  • Bedienung von Schwerlastgeräten (Kräne, SPMT, etc.)
  • Planungsabläufe
  • Handling der schwergewichtigen Gründungsstrukturen (Turmsegmente, Piles, Tripods)
  • Information / Kommunikation / Synchronisation

Die Ergebnisse der Arbeitsprozessprozessanalysen wurden im Rahmen eines Experten-Facharbeiter-Workshops validiert. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Erstellung eines entwicklungslogischen Prozesses der Kompetenzentwicklung, der sich auf eine Differenzierung der Anforderungen hinsichtlich des Kompetenzniveaus bezieht: so sind im Vorhaben Unterscheidungen zwischen der Fachkräfte-Ebene, der Meister-Ebene und der Ingenieurs-Ebene im Blick. Auf jeder Kompetenzstufe sind dabei auch unterschiedliche Lernziele maßgeblich. In diesem vom ITB moderierten Workshop wurden die Ergebnisse im Sinne eines Daten-Survey Feedbacks den betrieblichen Experten gespiegelt und mit ihnen diskutiert. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Erstellung eines entwicklungslogischen Prozesses der Kompetenzentwicklung, der sich auf eine Differenzierung der Anforderungen hinsichtlich des Kompetenzniveaus bezieht: so sind im Vorhaben Unterscheidungen zwischen der Fachkräfte-Ebene, der Meister-Ebene und der Ingenieurs-Ebene im Blick. Für den Workshop wurden 11 Expert/innen aus den befragten Betrieben und Institutionen eingeladen und die folgenden Schwerpunkte identifiziert:

  • Maritimes Englisch
  • Abstimmung Verladeprozesse
  • Auswahl Anschlaggeschirr
  • Mängel am Anschlaggeschirr erkennen
  • Auswahl Flurförderzeug
  • Anwendung Anschlag- und Verladetechniken
  • Kenntnisse in Physik
  • Vorschriften Arbeitsschutz und Sichtzeichen
  • Qualitätsmanagement

Für weitere Informationen: Dr. Daniela Ahrens